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4. Juli 2016 von Sieveking Verlag

Die Phillips Collection

Die Phillips Collection

Die Phillips Collection wurde 1921 in Washington D.C. von Duncan Phillips gegründet und beherbergt heute eine der bedeutendsten Sammlungen von impressionistischer sowie moderner amerikanischer und europäischer Kunst. Die Sammlung umfasst berühmte Bilder von Künstlern wie Renoir und Rothko, Bonnard und O’Keeffe, van Gogh und Diebenkorn. Das charakteristische Gebäude in der Nähe des lebhaften Dupont Circle in Washington D.C. ist das ehemalige Zuhause des Gründers Duncan Phillips und präsentiert heute als privat geführtes Museum zeitgenössische Kunst mit Dauer- und wechselnden Sonderausstellungen.

Duncan Phillips (1886–1966) war der zweite Sohn von Major Duncan Phillips, einem Geschäftsmann aus Pittsburgh und Bürgerkriegs-Veteran, und Eliza Laughlin Phillips, deren Vater ein Banker und Mitbegründer der Firma Jones and Laughlin steelworks war. Die Familie zog im Jahr 1895 nach Washington. Der Tod seines Vaters im Jahr 1917 und seines Bruders Jim 1918 waren herbe Rückschläge für Duncan Phillips, doch sie kennzeichneten auch einen Neuanfang. Gemeinsam mit seiner Mutter gründete er das Museum, vormals unter dem Namen Phillips Memorial Art Gallery. Phillips heiratete die Künstlerin Marjorie Acker im Oktober 1921, kurz vor der Eröffnung des Museums, und von da an arbeiteten die beiden eng zusammen. Phillips schrieb Bücher über Kunst, knüpfte enge Kontakte zu Künstlern als Patron und Sammler und führte das Museum als Direktor bis zu seinem Tod im Jahr 1966. Marjorie Acker Phillips (1894–1985), deren Werke in der Phillips Collection und anderen Galerien ausgestellt wurden, übernahm das Museum als Direktorin. Ursprünglich wurden die Ausstellungen in den privaten Räumen der Phillips gezeigt, bis die Familie 1930 auszog und das Gebäude dem heutigen Museum überließ. Im Jahr 2006 wurde die Phillips Collection komplett renoviert und um das Sant Building, zusätzliche Galerien, ein Auditorium, eine Bibliothek, einen Innenhof, ein Studio für Kunstkonservierung und einen vergrößerten Besucherbereich mit Shop und Café erweitert.

Zur Phillips Collection gehört auch die University of Maryland Center for Art and Knowledge, wo Künstlergespräche, Symposien, Vorträge und mehr stattfinden. Weitere Veranstaltungsangebote wie sonntägliche Konzerte, die Programmreihe Phillips after 5 oder auch das preisgekrönte Bildungsangebot zeugen zudem von hohem interdisziplinärem und sozialem Engagement. Seit 2008 leitet Dorothy Kosinski als Direktorin die Phillips Collection.