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Ukraine Series

Johanna Diehl

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Texte von Juri Andruchowytsch und Bernhard Maaz


23,6 x 27 cm
160 Seiten
72 Abb.
Hardcover
lieferbar

ISBN 978-3-944874-14-2 (Deutsch)
ISBN 978-3-944874-35-7 (English)



/ Zweckentfremdet, übermalt, zerstört: Synagogen in der Ukraine

/ Ausstellung in der Pinakothek der Moderne, München

In jüngster Zeit besuchte die Künstlerin Johanna Diehl ehemalige Synagogen auf dem Gebiet der heutigen Ukraine. Während der deutschen Besatzung teilweise zerstört, wurden diese unter der sowjetischen Herrschaft völlig zweckentfremdet: als Autowerkstatt, Essigfabrik, Krankenstation, Kino, Näherei, Sporthalle oder KGB-Gefängnis. Die Gebäude verdeutlichen die rücksichtslose Machtdemonstration der einen oder der anderen Ideologie über die Synagoge als religiösem Kulturraum.
Eine zugemauerte Thora-Nische oder historische Deckenmalereien, die unter einem abbröckelnden Anstrich wieder hervorscheinen, weisen manches Mal auf das reiche religiöse Leben hin, das über Jahrhunderte in diesen Räumen blühte. Die mit einer Großformatkamera gemachten einfühlsamen und zugleich schonungslosen Aufnahmen werden durch sehr persönliche, literarische Texte von Juri Andruchowytsch bereichert, des derzeit renommiertesten ukrainischen Schriftstellers. Er kennt viele der von Diehl bereisten Orte seit seiner Jugend.

Johanna Diehl, geboren 1977, lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Arbeiten werden international in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt und sind in privaten wie öffentlichen Sammlungen vertreten. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien.

Juri Andruchowytsch, geboren 1960 in Iwano-Frankiwsk/Westukraine, ist Schriftsteller, Dichter, Essayist und Übersetzer. Er gilt als einer der wichtigsten Gegenwartsautoren der Ukraine und zählt zu den führenden intellektuellen Stimmen seines Landes. 2014 erhielt er den Hannah-Arendt-Preis.