Karl Bohrmann
In der Luft
- Zwischen Horizont und Himmel
- Flugobjekte: Ein zentrales Motiv erstmals im Überblick
- Bisher unveröffentlichte Auswahl aus dem Nachlass des Künstlers
Details
Texte von Michael Krüger, Michael Semff
24,5 x 34 cm, 176 S., 102 Abb.
Englische Broschur
ISBN 978-3-944874-50-0
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Beschreibung
Karl Bohrmann (1928–1998) hat als einer der bedeutendsten und produktivsten Zeichner seiner Generation zu gelten, der mit minimalen Mitteln ein Höchstmaß an Ausdruck erreichte. Die vorliegende Auswahl von Zeichnungen und Collagen ist bisher noch niemals öffentlich gezeigt worden. Sie wurde von der Familie des Künstlers als geschlossener Werkblock aus dessen Nachlass zusammengestellt. Alle Blätter umkreisen in mannigfachen Varianten den Raum als irreale Größe, eine Vorstellung von unfassbarer Räumlichkeit in ihrer kaum auslotbaren Spannung zwischen Horizont und Himmel.
Seit den Siebzigerjahren nahm Bohrmanns Interesse am additiven Verfahren der Collage zu, was sein latent vorhandenes Verlangen, die bildenden Kräfte des Materials zu erkunden, in aller Subtilität zur Blüte brachte. Der Gefühls und Bewegungsraum der hier gezeigten Aphorismen auf Papier ist von großer poetischer Dichte. Figuren, Landschaftsformen und unterschiedlichste Gegenstände oszillieren in einer zuweilen lakonischen Zeichenhaftigkeit. Flugzeuge stürzen neben Hochhäusern brennend herab und suggerieren Dramatisch-Bedrohliches. Andernfalls werden Flugobjekte, Drachen, Fallschirme und Ballons gleichsam zum Schweben gebracht, als schwerelosflüchtige Erscheinungen eines Kosmos, welcher Erinnerung, Leben und Tod in eins fasst.
Was für eine Leichtigkeit! (…) Man könnte meinen, Karl Bohrmann sei Tänzer gewesen, Hochseilakrobat, Ballonfahrer, vielleicht sogar Fallschirmspringer, aber einer, der sich von der Schwerkraft hat lösen können, um den Rest des Tages durch die Wolken zu schaukeln.
Abendzeitung