Entdeckung

Das Making of von »Tsum Glück«: Zwei Freunde auf der Reise zum Glück

Das Making of von
»Tsum Glück«

Zwei Freunde auf der Reise zum Glück

Im Herbst 2016 machten sich Fotograf Enno Kapitza und Autor Titus Arnu auf ins Tsum-Tal, das Tal des Glücks mitten im Himalaya-Gebirge. Die Atmosphäre dieser Reise – festgehalten in bewegenden Fotografien – zeigt der wunderbare Bildband »Tsum Glück«. Heute gewährt uns Enno Kapitza einen exklusiven Blick in sein privates Reisealbum.

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ENNO KAPITZA

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TITUS ARNU

Das abgelegene Tsum-Tal im Norden Nepals an der Grenze zu Tibet ist ein heiliger buddhistischer Ort, an dem Gewalt jeglicher Art gegenüber Menschen und Tieren verboten ist. Erst seit 2007 darf es von Fremden besucht werden. Doch noch immer sind Touristen eine absolute Seltenheit. Zum Glück! Grund hierfür ist wohl in erster Linie die Anreise: Das Tsum-Tal liegt auf 2.200 bis 3.400 Höhenmetern und ist nur zu Fuß erreichbar. Enno Kapitza und Titus Arnu brauchten fast eine Woche für den Aufstieg.

Ankunft in Kathmandu

Titus und ich am Tag nach unserer Ankunft in Kathmandu vor dem großen Stupa, der das Wahrzeichen der Stadt ist. Entgegen vieler Klischees sind aber Nepalesen nicht alle Buddhisten, sondern Hindus. Für uns war der Besuch des Stupas eine gute Einstimmung auf die bevorstehende Reise ins Tsum-Tal.

Es geht los

In der Mitte ist unser Guide Kami Sherpa zu sehen, der sich um uns fast wie um seine eigenen Söhne gekümmert hat. So hat er uns auch immer wieder darauf hingewiesen, dass wir uns ausreichend vor der Sonne schützen sollen. Das weiße Tuch, das ich mir unter meine Mütze schieben musste, habe ich wieder abgelegt, sobald er außer Sichtweite war.

Glücksfunde am Wegesrand

Marihuana-Büsche am Wegesrand waren keine Seltenheit. Ich hatte mir etwas gepflückt und überlegt es auszuprobieren, aber im Laufe des wochenlangen Fußmarschs vergessen und glücklicherweise rechtzeitig aus meinem Rucksack entfernt, bevor es wieder an die Heimreise ging.

Begegnungen

Der freundlichen Frau waren wir auf unserem Marsch ins Tsum-Tal immer wieder begegnet und es stellte sich heraus, dass sie ursprünglich dort geboren und aufgewachsen war. Sie lud uns dann in ihr Elternhaus auf eine Tasse Tee ein. Links im Bild zu sehen ist Tsetup, unser Koch, dem selbst auf so einem Foto der Schalk aus den Augen blitzt.

Rast auf fast 5.000 Höhenmetern

Nachdem wir unseren Marsch zur tibetischen Grenze aufgrund einer Sperrung seitens der chinesischen Behörden absagen mussten, stiegen wir oberhalb unseres Zeltlagers den Berg hinauf. Es stellte sich bald heraus, dass im Himalaya die Distanzen ungleich weiter sind, als sie zu sein scheinen. Es sollte der höchste Punkt unserer gesamten Reise werden.

Außenwand mit Yakfladen

Hier stehe ich vor einem Haus, dessen Außenwand mit Yakfladen bedeckt ist. Man sieht noch die Abdrücke der Hände, die die Fladen an das Mauerwerk gepresst hatten. Die Fladen sind im Winter begehrtes Heizmaterial für die Hausöfen.

Waschen am Kloster Lungdang

Auf ca. 3.700 m Höhe, am Kloster Lungdang, nutzen wir die Zeit und das warme Wetter etwas von unseren wenigen Bekleidungsstücken zu waschen.

Am Basecamp des Ganesh Himal I.

Titus Arnu und ich (rechts) am Basecamp des Ganesh Himal I.
Der Gipfel, auch Yangra Kanuri genannt, ist 7.424 m hoch und liegt auf der Grenze zu China.

In großer Höhe

Hier stehe ich auf fast 5.000 m Höhe kurz vor der Grenze zu Tibet/China, oberhalb unseres Zeltlagers nahe des Kloster Mu Gompa.

Zurück im Luxus

Titus Arnu und unser Guide Kami Sherpa zurück aus den Bergen und im Luxus einer Lodge im tiefer gelegenen Land. Dort haben wir nach vielen Wochen das erste Mal wieder warm duschen können und in einem Bett geschlafen.

Mit ausdrucksstarken Porträtfotografien der Einheimischen – den Gesichtern des Glücks – und mit spektakulären Landschaftsaufnahmen der wilden, unberührten Natur erzählt dieser aufwendig gestaltete Bildband von einem einzigartigen Tal und seiner Religion. Ein Blick aus unserer westlichen Sicht auf diese faszinierende andere Welt.

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