Die Datscha

600 m² Glück

  • Die Datscha – Russischer Mythos und gelebte Wirklichkeit
  • Wunderbare Einblicke in die »gesamtrussische Datschamania«
  • Einfühlsam, ehrlich, hochlebendig
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Details

Evgeny Makarov
Text von Lew Rubinstein
Übersetzt von Rosemarie Tietze
23,6 x 27 cm, 96 S., 61 Abb.
Hardcover
ISBN 978-3-944874-63-0

Beschreibung
Im Sommer 2015 reist der Fotograf Evgeny Makarov nach Russland, um genauer zu sein nach Orekhovo, einer Siedlung in der Leningrader Oblast bei St. Petersburg. Es ist der Ort, an dem er die Sommer seiner Kindheit auf der Datscha seiner Großeltern verbrachte. »Nachdem ich irgendwann im Erwachsenenalter die Verbindung dahin verloren hatte, wollte ich immer zurückkehren und sehen, wie es dort nun ist und ob es sich noch mit dem Bild aus meiner Kindheit deckt«, so Makarov. In einfühlsamen und zugleich schonungslos ehrlichen Aufnahmen entführt er uns in die Welt der Sommer- und Wochenendhäuser in Russland. Er zeigt uns, dass die Datscha kein russischer Mythos ist, sondern gelebte Wirklichkeit.

Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Datscha stammt aus dem 18. Jahrhundert und war eine »vom Zaren zugeteilte Gabe an Grund und Boden«. Im Laufe der Zeit – nach der Oktoberrevolution und im Zuge der Verstädterung des 20. Jahrhunderts – avancierte die Datscha immer mehr zum Freiheitssymbol des kleinen Mannes. Ein Grundstück mit Datscha bedeutete in den »Zeiten der Sowjetunion, als das Leben besonders streng durchnormiert war, einen informellen Rückzugsort, in dem andere Regeln galten«. Der Zuschnitt einer Datscha wurde in den 90er-Jahren einheitlich geregelt und betrug 600 m² Land. Bis heute entfliehen mehr als drei Viertel der russischen Großstädter an den Wochenenden von Mai bis Oktober in ihre kleinen Erholungsoasen am Stadtrand. Die Datscha ist »bis heute ein Ruhepol des gesellschaftlichen Lebens – und das wird auch so bleiben«, sagt Makarov. Und lädt uns mit seinen Fotografien in diesen wesentlichen Bestandteil des russischen Lifestyles ein.

Evgeny Makarov (*1984) wird in St. Petersburg geboren und wandert mit seinen Eltern 1992 nach Hamburg aus. Nach seinem Soziologiestudium in Hamburg studiert er an der Danish School of Media and Journalism. 2015 wird er in die Masterclass von World Press Photo eingeladen. Er wird von der Fotoagentur Focus vertreten.

Lew Rubinstein (*1947) ist ein russischer Dichter, Literaturkritiker, Essayist und Publizist. Er gilt als einer der Begründer des Moskauer Konzeptualismus. Seine Werke sind international bekannt und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

»(…) ein perfektes Buch nicht nur für den Sommer, sondern auch ein mehrschichtiger Blick in die gern und viel beschworene russische Seelenlandschaft.«
PHOTONEWS

»Ein Buch, das die Tür zu einem Stück Russland öffnet, das auf keiner Sightseeing-Tour zu sehen ist.«
NDR KULTUR »BILDSCHÖNE BÜCHER«