Entdeckung

Tagsüber gestalten, abends Honig ernten

Tagsüber gestalten, abends Honig ernten

Insight | Sieveking-Team

Was treiben unsere Sieveking-Kollegen eigentlich, wenn sie nicht gerade Bücher gestalten oder Druckprozesse überwachen. Mediendesigner Martin und Grafikerin Valentina – liiert seit zwanzig Jahren – nehmen uns mit in ihren Garten und gewähren uns einen kleinen Einblick in ihr liebstes Hobby: Das Bienenzüchten.

Was vor fünf Jahren mit einem Imkerkurs als Geburtstagsgeschenk begann, entwickelte sich zu einer großen Leidenschaft. Heute stellen die beiden sogar ihren eigenen Honig unter der Marke »Queen & Co« her. Viel Spaß beim Insight in unser Team!

Schwarmzeit

Bienenschwärme einzufangen ist nicht immer einfach – schon gar nicht wenn in unmittelbarer Nähe der Bienenstöcke überwiegend nur sehr hohe Bäume stehen. Dieser Schwarm hing in ungefähr zehn Metern Höhe. Da wir mit unserer acht Meter langen Teleskopstange nur schlecht an den Schwarm hingekommen sind, haben wir die Schwarmfangkiste an der Teleskopstange befestigt und diese an die Leiter und über Nacht stehen lassen. Wir hatten die Hoffnung, dass die Bienen in die Schwarmkiste einziehen würden. Anfangs sah es gut aus, da ein paar Bienen das Flugloch begutachtet hatten und wir gingen mit dem Gefühl nach Hause, dass unser Plan funktionieren könnte. Leider kam es anders als gedacht. Als wir am nächsten Abend zu den Bienen gingen war ein weiteres unserer Völker geschwärmt und hatte sich außen an die Kiste gehängt. Wir haben über eine Stunde gebraucht die Schwarmfangkiste runterzuholen. Da sich die Teleskopstange durch das Gewicht der Bienen durchgebogen hatte, konnte man sie nicht einfach einfahren. Am Ende hatten wir die Kiste mit der riesigen Bienentraube runtergeholt und konnten die Bienen in eine Beute einschlagen.

Letztes Jahr haben wir einen fremden Schwarm in einem Schrebergarten eingefangen. Die Bienen haben es gut mit uns gemeint. Der Schwarm hatte sich auf einem Spalierapfelbaum gesammelt, auf Augenhöhe. Dieser Schwarm war sehr groß und wog um die 4 kg.

Platzmangel

In dieser Beute hingen nicht genügend Rähmchen im Brutraum – deshalb haben die Bienen an die Decke gebaut. Daraufhin mussten wir den Wildbau entfernen und ein weiteres Bruträhmchen dazuhängen.

Verbena bonariensis

Das Patagonische Eisenkraut ist eine wunderbare Pflanze für den Garten und ein sehr guter Insektenmagnet! Hier sieht man einen Gemeinen Rosenkäfer auf der Blüte.

Bienenschwarm

Ein Großteil des Schwarms (bis zu 30.000 Bienen) ist in der Kiste. Der Rest der Arbeiterinnen sammelt sich zum Teil draußen vor dem Flugloch und sterzelt. Durch das Anheben des Hinterleibs wird die dort befindliche Sterzeldrüse, die Nassanoffsche Drüse freigelegt. Die Drüse produziert ein Gemisch aus Pheromonen, das durch das Schwingen der Flügel in der Luft verteilt wird und die restlichen Bienen des Schwarms anlockt.

Durchsicht

Während der Schwarmzeit sollte der Imker seine Völker einmal die Woche auf Schwarmstimmung kontrollieren. Hier ist die Stimmung gut :)!

Wildbau

In dieser Beute hingen nicht genügend Rähmchen im Brutraum – deshalb haben die Bienen hinter das Schied gebaut.

Honigrähmchen

Diesen Honigrähmchen kann man noch nicht ernten. Erst wenn die Wabe komplett verdeckelt ist, kann geerntet werden.

Drohnenbrut

Hier sieht man ausschließlich Drohnenbrut. Ein paar Drohen schlüpfen gerade. Drohnen sind wesentlich größer als die Arbeiterinnen, wie man auf dem Foto gut erkennen kann.

Brutwabe

Bruträhmchen mit Arbeiterinnenbrut.

Vielen Dank an Valentina und Martin für den spannenden Einblick! Mehr tolle Fotos gibt es hier:

Allen Freunden der heimischen Fauna möchten wir auch das Buch »Vögel. Ganz nah« empfehlen. Seit jeher sind Vögel Objekte der Bewunderung. Sie faszinieren und bringen uns zum Träumen. Sie sind Sinnbild für Freiheit und Leichtigkeit. Das perfekte Buch, um diesen wunderbaren Geschöpfen näher zu kommen!

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