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Vincent van Gogh Selbstbildnisse

Vincent van Gogh Selbstbildnisse

Eine Reise von Paris nach Saint-Rémy-de-Provence

Vincent van Gogh ist weltberühmt: Er ist der Maler unvergesslicher Werke wie Die Sonnenblumen und Die Sternennacht. Anhand von van Goghs Selbstbildnissen geben wir Dir einen Einblick in seine Welt.

1886 – 1888
Goghs Selbstbildnisse in Paris

In Paris war es keineswegs einfach, an Modelle zu kommen. Also kaufte sich Vincent van Gogh einen Spiegel: Ein Spiegel war billiger und geduldiger als ein Modell. Insgesamt malte er in Paris ungefähr 25 Selbstporträts. An ihnen lässt sich die Entwicklung ablesen, die Vincent in Paris durchlief. Im ersten Selbstbildnis sind die dunklen Farben der Haager Schule noch deutlich zu erkennen. Das letzte Porträt, das Vincent in Paris malte, beschrieb er in einem Brief an seine Schwester Willemien mit folgenden Worten:

»Ein rosig graues Gesicht mit grünen Augen, aschfarbenem Haar, Falten auf der Stirn und um den Mund, steif und hölzern, ein sehr roter Bart, ziemlich mitgenommen und trübselig, aber die Lippen sind voll, ein blauer Kittel aus grobem Leinen und eine Palette mit Zitronengelb, Zinnoberrot, Veronesergrün, Kobaltblau, ja, alle Farben auf der Palette, außer dem Orange des Barts, die einzigen ganzen Farben übrigens.«

Vincent van Gogh

Barhaupt, vor der Staffelei, Paris, 1888, Anfang
© Amsterdam, Van Gogh Museum

Mit dunklem Filzhut, Paris, 1886, Frühjahr, © Amsterdam, Van Gogh Museum

Mit dunklem Filzhut an der Staffelei, Paris, 1886, Frühjahr, © Amsterdam, Van Gogh Museum

Barhaupt, mit Pfeife (Bruststück), Paris, 1886, Frühjahr, © Amsterdam, Van Gogh Museum

Barhaupt, im Rock mit weiß gesäumtem Kragen, Paris, 1886, Herbst, © Den Haag, Gemeentemuseum

Mit hellem Filzhut, in fliederfarbenem Überrock (Bruststück), Paris, 1887, März/April, © Amsterdam, Van Gogh Museum

Mit hellem Filzhut, in braunem Überrock (Schulterstück, Paris, 1887, März/April, © Amsterdam, Rijksmuseum

Barhaupt, mit Pfeife (Bruststück), Paris, 1887, Frühjahr, © Amsterdam, Van Gogh Museum

Barhaupt mit hellblauer Krawatte, Paris, 1886, Herbst, © Otterlo, Kröller-Müller Museum

Barhaupt, vor zum Teil gepunktetem Hintergrund (von links), Paris, 1887, Frühling, © Amsterdam, Van Gogh Museum

Barhaupt, vor dicht gepunktetem Hintergrund (von rechts), Paris, 1887, Frühling, © Chicago, The Art Institute

Barhaupt, mit kurz geschnittenem Haar (von links), Paris, 1887, Sommer, © Hartford (Conn.), Wadsworth Atheneum

Mit Strohhut und Pfeife, Paris, 1887, Sommer, © Amsterdam, Van Gogh Museum

Barhaupt, mit kurz geschnittenem Haar (von vorn), Paris, 1887, Sommer, © Amsterdam, Van Gogh Museum

Mit Strohhut, vor schraffiertem Hintergrund, Paris, 1887, Sommer, © Amsterdam, Van Gogh Museum

Barhaupt, mit kurz geschnittenem Haar (von halb links), Paris, 1887, Sommer, © Amsterdam, Van Gogh Museum

Barhaupt, mit kurz geschnittenem Haar, in geschlossenem Rock, Paris, 1887, Sommer, © Amsterdam, Van Gogh Museum

Mit Strohhut, in blauem Rock, Paris, 1887, Sommer, © Detroit, Institute of Arts

Mit Strohhut, in rot gesäumtem Rock, Paris, 1887, Sommer, © Amsterdam, Van Gogh Museum

Mit Bauernhut und Pfeife, vor weißem Hintergrund, Paris, 1887,Sommer, © Amsterdam, Van Gogh Museum

Barhaupt, vor japanischem Holzschnitt im Hintergrund, Paris, 1887, Dezember, © Basel, Kunstmuseum

Barhaupt, mit grüner Halsschleife, Paris, 1887, Herbst, © Paris, Musée d’Orsay

Barhaupt, in bräunlichem Überrock (von vorn), Paris, 1887/88, Winter, © Zürich, Sammlung Bührle

Mit hellem Filzhut vor kreisförmig bewegtem Hintergrund, Paris, 1887/88, Winter, © Amsterdam, Van Gogh Museum

Mit Strohhut, in grünem Rock, Paris, 1886, Herbst, © New York, Metropolitan Museum

1888 – 1889
Goghs Selbstbildnisse in Arles

Vincent van Gogh war gerade ins Gelbe Haus gezogen, als er die Nachricht erhielt, sein Freund Gauguin wolle aus der Bretagne nach Arles kommen. Gauguin traf im Oktober 1888 in seinem Haus ein und blieb dort etwas mehr als zwei Monate. Das Zusammenleben mit Gauguin erschöpfte van Gogh, vor allem geistig. Die Belastung der harten Arbeit und der vielen Diskussionen waren zu viel für ihn. Kurz vor Weihnachten erlitt van Gogh einen Nervenzusammenbruch, vielleicht bei einer der heftigen Auseinandersetzungen mit Gauguin. Jahre später wird Gauguin sagen, dass Vincent in dieser Zeit so verwirrt war, dass er sich das linke Ohr abschnitt.

A mon ami Paul Gauguin, Arles, 1888, September, © Cambridge (Mass.), Fogg Art Museum

A l’ami Laval (für Freund Laval), Arles, 1888, Ende, © Paris, Privatsammlung

Mit Pelzmütze und verbundenem Ohr, Arles, 1889, Januar, © London, Courtauld Institute Galleries

Mit Pelzmütze, verbundenem Ohr und Pfeife, Arles, 1889, Januar, © Otterlo, Kröller-Müller Museum

1889
Goghs Selbstbildnisse in Saint-Rémy-de-Provence

Nachdem sich Vincent van Gogh in Arles das Ohr abschnitt, beschloss er am 8. Mai 1889, sich im Sanatorium Saint-Paul-de-Mausole heilen zu lassen. Die Heil- und Pflegeanstalt lag ungefähr anderthalb Kilometer südlich der Stadt Saint-Rémy. Der behandelnde Arzt war der Ansicht, dass »Herr van Gogh unter Epilepsieanfällen litt, die mit längeren Zwischenpausen auftreten«. Bereits einen Tag, nachdem er in der Pflegeanstalt angekommen war, schrieb Vincent seinem Bruder, dass die Entscheidung, nach Saint-Remy zu gehen, richtig gewesen sei. Er nannte die Anstalt »einen Zoo«, erkannte aber auch, dass die Patienten dort in guten Händen waren.

»Obwohl einige hier ernsthaft krank sind, erregt der Wahnsinn in mir inzwischen nicht mehr so viel Angst und Abscheu wie früher«

Vincent van Gogh

Barhaupt, mit Palette und Pinseln (von rechts), Saint-Rémy, 1889, August, © Washington, D.C, National Gallery of Art

Barhaupt und bartlos, Saint-Rémy, 1889, September, © Privatsammlung

Barhaupt, in geöffnetem Rock vor wirbelförmig bewegtem Hintergrund, Saint-Rémy, 1889, September, © Paris, Musée d’Orsay

Van Gogh lebte an mehr als 20 verschiedenen Orten und behielt seine Neugier und Weltoffenheit immer bei. Der Atlas erzählt Dir, basierend auf einer erlesenen, reichen Auswahl seiner Gemälde, Skizzen und Briefe vom Leben van Goghs als Künstler, Europäer und Reisenden. Viel Spaß beim Schmökern!

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